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Riedel, Andreas Freiherr vonRiedel, Andreas Freiherr von (ab 1792), * 12. 9. 1748 Wien, 15. 2. 1837 Paris (Frankreich), Offizier, Jakobiner. Besuchte 1764-70 die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt, war dann Landvermesser und 1779-90 Mathematiklehrer der Kinder von Großherzog Peter Leopold (späterer Kaiser Leopold II.) in Florenz. Arbeitete einen Vorschlag für eine Verfassung aus (Volksrat mit 800 Personen), verfasste und verschickte einen "Aufruf an alle Deutschen zu einem antiaristokratischen Freiheitsbund". 1794 verhaftet, wurde er als Staatsverbrecher zu Festungshaft in Kufstein, 1796 in Graz und 1797 in Munkács verurteilt. 1806 wurde er in das Minoritenkloster Brünn überstellt, von wo ihm 1809 die Flucht nach Frankreich gelang. Literatur: A. Körner, A. Riedel, in: Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien 27, 1971; derselbe, A. Riedel, in: H. Reinalter (Hg.), Jakobiner in Mitteleuropa, 1977; Österreichisches Biographisches Lexikon.
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